Marienthal.ml

 

Der Meldereiter ist wieder da!  Hier noch ein altes Bild. (CC BY 3.0, hh oldman)

Nach der Renovierung erstrahlt er jetzt in einem bräunlichen Schwarz!

 

Das Husaren-Regiment (Hannoversches) Nr. 15 wurde nach Ende des Deutsch-Französischen Krieges 1871 nach Wandsbek verlegt und kam zuerst in einer bestehenden Kaserne an der Lengerckestraße unter. Nach Fertigstellung der Kaserne in Marienthal wurde es dahin verlegt - es behielt jedoch weiterhin den volkstümlichen Namen "Wandsbeker Husaren".

1887 bezogen zwei Einheiten die neuerbaute Kaserne an der Schilleranlage, während drei Einheiten vorerst in der alten städtischen Kaserne blieben.

 

Die Kaserne an der Schilleranlage wurde mehrfach erweitert. Die letzte Erweiterung erfolgte in der Zeit bis 1914. Hierfür wurde die Schilleranlage halbiert. In die dafür fertiggestellten Gebäude (heute eine Kita und ein Wohngebäude) konnten die Husaren allerdings nicht mehr einziehen, da in diesem Moment der Erste Weltkrieg ausbrach.

 

In der ersten Hälfte des Ersten Weltkriegs nahmen die Husaren an der Schlacht an der Marne und an der Winterschlacht in Masuren als Aufklärer und Befehlsübermittler teil. Aufgaben, die danach von Flugzeugen und vom Funk übernommen wurden. Den Husaren wurden die Pferde genommen und sie wurden zu Besatzungsaufgaben in Rumänien eingesetzt.

 

Nach dem Rückmarsch nach Deutschland zu Ende des Ersten Weltkriegs wurde das Regiment demobilisiert und Ende September 1919 aufgelöst. Vier Jahre nach Auflösung des Regiments wurde in Gedächtnis an die Gefallenen das Denkmal des abschiedsnehmenden Husaren aufgestellt.

 

Ab 1935 wurden überall in Deutschland die sogenannten "Ehrenmale" aufgestellt. Sie sollten aus der Trauer über die Gefallenen des Ersten Weltkriegs eine Kampfbereitschaft für den Zweiten Weltkrieg machen. Der Husarenbund dagegen stellte 1938 den Meldereiter auf und bewies damit seine rückwärts gerichtete Einstellung.